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Historie und Moderne: Die Entwicklung der Feuerbestattung
Über Jahrhunderte hinweg ist die Trauerkultur vom christlichen Glauben und von kirchlichen Institutionen geprägt worden.
Erst zur Reformationszeit setzten in Deutschland strukturelle Wandlungsprozesse ein, die sich in den nachfolgenden Jahrhunderten, insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert,
verstärkt ausbreiteten. Dieser Wandel läßt sich mit den Worten "Technisierung" und "Säkularisierung" umschreiben und zielte auf einen "modernen" Umgang mit dem Tode ab, der sich vor allem in den Großstädten in Form von neuen Orten der Trauer widerspiegelte. Hierzu zählten nun nicht mehr nur Friedhöfe, sondern neuerdings auch Krematorien.
Im Zuge von Technisierung und voranschreitender Industrialisierung war nicht mehr nur das Gotteshaus, sondern die kommunale Leichenhalle und das Krematorium der gesellschaftliche Ort der Trauer. Mit dem Bau der ersten Krematorien in Deutschland vollzog sich jene Technisierung im Umgang mit den Toten. Anlaß für die Einführung der modernen Feuerbestattung waren seinerzeit die hygienischen Zustände auf Friedhöfen, aber auch die Forderung nach einer platzsparenden und günstigen Bestattungsart.
Die Feuerbestattung war jedoch keine Erfindung der bürgerlichen Industriegesellschaft, denn bereits in der Antike war die Einäscherung eine übliche Bestattungsart. Allerdings übte das aufkommende Christentum starke Kritik an der Feuerbestattung; sie wurde sogar als heidnische Unsitte dargestellt. Im Laufe der Zeit sorgte jedoch das aufgeklärte Denken des Bürgertums, die Industrialisierung und das enorme Bevölkerungswachstum für die Einführung der technischen Feuerbestattung.
Seitens der Industrie wurden die technischen Voraussetzungen für den Krematoriumsbau geschaffen. Bereits im Jahre 1878 ging das erste deutsche Krematorium im thüringischen Gotha in Betrieb. Ebenso hatten die Stadt Heidelberg im Jahre 1891, die Hansestadt Hamburg im Jahre 1892 und die Stadt Mainz im Jahr 1903 ein Krematorium errichten lassen.
Erst zu Beginn des letzten Jahrhunderts - vorangetrieben durch die Kommunalisierung vieler Krematorien und den damit verbundenen Gebührensenkungen - nahm die Anzahl der Feuerbestattungen in der Bevölkerung zu. Die Feuerbestattung war damit gesellschaftlich etabliert, insbesondere auch bei der breiten Arbeiterschaft, denn es war die mit Abstand die günstigste Bestattungsart gewesen.
Historie und Moderne: Die Konsequenz für die Gegenwart
Basierend auf der Kenntnis dieser historischen Entwicklung und der jahrelangen Erfahrung bietet die Firma Metall-Technik GmbH ihren Kunden in Deutschland und in Europa ein breites Spektrum bei der Planung und Entwicklung von Einäscherungsanlagen sowie bei der Ausstattung von Krematorien an.
Grundlage unserer Leistungen sind stets die drei Themen:
Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Wirtschaftlichkeit. |
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Das Krematorium in Gotha
Bildquelle: Verlag A. Gimm, Gotha
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Das Krematorium in Heidelberg
Bildquelle: RP Karlsruhe, Ref. 25 Denkmalpflege
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Das Krematorium in Mainz
Bildquelle: Metall-Technik GmbH
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